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Rückblick Mitgliederversammlung

Sportförderung, Ehrungen und Hallenplanung im Fokus

Die diesjährige Mitgliederversammlung fand am 10. September im Kreistagssaal im Landratsamt in Schleiz statt.

Während KSB-Präsident Frank Roßner und Ute Karger vom Landessportbund noch parallel im Stau standen, startete die Versammlung bereits mit den Grußworten von Landrat Christian Herrgott und Dirk Heinrich, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse.

Neben den obligatorischen Berichten des Präsidiums, des Jugendvorstands, der Schatzmeisterin und Kassenprüfer, gab es auch Zeit für Austausch und Ehrungen.

 

Sanierung der Sportstätten als wichtiger Baustein

Landrat Christian Herrgott ging in seinem Grußwort zunächst auf das Thema Sportstättenbau ein und würdigte dabei die Leistungen der Sportvereine. In den vergangenen Jahren konnten zahlreiche vereinseigene Sportstätten saniert oder neu gebaut werden. Beispiele hierfür sind die Kunstrasenplätze in Neustadt/Orla, Moßbach, Schleiz und Tanna, die Kegelbahn in Pößneck oder die Flutlichtanlage in Langenorla.

Viele dieser Projekte können nur durch das Zusammenspiel verschiedener Fördergeber umgesetzt werden. Der Landessportbund beteiligt sich dabei mit bis zu 60 Prozent, weitere Mittel kommen vom Landkreis und den jeweiligen Kommunen. Der Landkreis hat auch für die kommenden Jahre entsprechende Gelder im Haushalt eingeplant und leistet darüber hinaus seinen Beitrag zur Sanierung der kreiseigenen Sportstätten.

In diesem Zusammenhang konnte Ute Karger vom Landessportbund direkt den nächsten Förderscheck an André Jahn vom Kegelsportverein Langenorla übergeben. Die 29.000 Euro sind für die Sanierung der dortigen Kegelbahn vorgesehen.

 

 

Sportförderrichtlinie soll angepasst werden

Die Sportförderrichtlinie des Landkreises soll möglichst noch in diesem Jahr hinsichtlich der Förderschwerpunkte angepasst werden. Dazu hat es bereits mehrere Gespräche zwischen dem Landkreis und dem Kreissportbund gegeben.

Eine wesentliche Anpassung betrifft die Förderung langlebiger Sportgeräte: Der bisherige Mindest-Einzelbeschaffungspreis von 100 Euro soll entfallen. Damit könnte sich das Antragsvolumen deutlich erhöhen, da künftig auch kleinere Anschaffungen – beispielsweise Steppbretter – förderfähig wären.

Bei der Förderung von Übungsleiterstunden ist dagegen eine Änderung vorgesehen. Da Lizenzen für Trainer und Übungsleiter bereits über den Landessportbund gefördert werden, soll diese Förderung künftig entfallen. Gleichzeitig soll die Förderung von Kaderathleten neu in die Richtlinie aufgenommen werden. Damit würden sowohl der Breitensport als auch der Leistungssport berücksichtigt.

Die Fördermöglichkeiten bleiben natürlich begrenzt und können nur einen Teil der tatsächlichen Kosten abdecken, das wurde in der Diskussion deutlich. Dennoch sei die Unterstützung des Vereinssports von großer Bedeutung. Sportvereine leisten einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung, Inklusion, Integration und zum gesellschaftlichen Miteinander. Gerade im ländlichen Raum sind sie oftmals ein wichtiger – und manchmal der letzte – soziale Anker vor Ort.

 

Sportlerehrung soll wieder stattfinden

Auch der leistungsorientierte Sport stand im Mittelpunkt der Diskussion. Er bietet dem Landkreis die Möglichkeit, weit über die Region hinaus wahrgenommen zu werden – etwa durch Erfolge auf Thüringenebene, bei Deutschen Meisterschaften oder bei internationalen Wettbewerben.

Die Leistungen erfolgreicher Sportlerinnen und Sportler sollen deshalb künftig wieder regelmäßig im Rahmen einer Sportlerehrung des Landkreises gewürdigt werden. Wie diese Ehrung konkret gestaltet werden kann, hängt maßgeblich von der Unterstützung und den Zuarbeiten der Sportvereine ab.

 

Fast 450 Trainingszeiten für kreiseigene Sportstätten beantragt

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Planung der Hallenzeiten. Für den aktuellen Zeitraum wurden nahezu 450 Trainingszeiten in den kreiseigenen Sportstätten beantragt. Der Kreissportbund steht damit vor einer umfangreichen Planungsaufgabe und versucht, die verfügbaren Hallenzeiten bestmöglich auf die Vereine und Sportangebote zu verteilen.

Besonders positiv wurde die Zusammenarbeit der Vereine hervorgehoben. Einige Überschneidungen konnten bereits im Vorfeld durch Gespräche zwischen den Vereinen gelöst werden. Der Kreissportbund bedankte sich ausdrücklich für diese Unterstützung und die Bereitschaft, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Künftig sollen auch die Belegungen an Wochenenden und Feiertagen über den Kreissportbund koordiniert werden. Um diese zusätzliche Aufgabe bewältigen zu können, soll hierfür eine Minijob-Stelle ausgeschrieben werden.

 

Die Mitgliederversammlung machte damit einmal mehr deutlich, wie vielfältig die Aufgaben des Kreissportbundes sind: von der Unterstützung der Vereine und der Sportförderung über die Würdigung sportlicher Erfolge und der Ausbildung von Übungsleitern bis hin zur Koordinierung der Sportstättennutzung.

 

Ehrungen:

Mit der Ehrennadel des Landessportbundes wurden geehrt:

Beate Herrgott, Freizeit-Sportverein Neustadt/Orla (Vereinsvorsitzende)

 

 

André Jahn, Kegelsportverein Langenorla (Vereinsvorsitzender)

 

 

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